Family-Business

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Geposted von Aino Simon am

Das Telefon klingelt. Es ist die Therapeutin meines Sohnes. „Hallo?“ frage ich nervös ins Telefon. „Frau Simon, sie müssen bitte unbedingt kommen. Wann können Sie und ihr Mann zu mir kommen?“ Der Ernst in der Stimme der Anruferin verheißt nichts Gutes.

Zwei Tage später sitzen wir in der Praxis. „Ich kann Ihnen nur dringend ans Herz legen, Ihren Sohn aus der Kita zu nehmen.“ Mein Mann schaut hilflos in meine Richtung. Mir kommen die Tränen. Ich weiß es sofort. Es gibt keinen anderen Weg: Unser Sohn ist krank. Und er baucht jetzt Ruhe, Ruhe, Ruhe. Es ist für mich keine Frage, dass ich mit ihm Zuhause bleibe.

Und Sonja? Meine liebe Sonja! Natürlich, sagt sie: "Es gibt nichts Wichtigeres! Wir haben uns immer versprochen: Wir gründen nicht am Leben vorbei! Jetzt braucht dich dein Sohn.“

So, und das ist dann so: Wenn du selbstständig bist, dann trägst du JEDES Risiko allein. „Oh Mann, weißt du eigentlich, wie gut du es hast mit deiner Festanstellung?“  Unsere Freundin Ronja schaut ernst. „Schon, ja, das hat Vorteile!... Aber eure Freiheit ist auch was wert.“

Tja, wenn alles rund läuft, stimmt das. Aber wenn das Leben seine eigenen Geschichten schreibt, dann kannste nur demutsvoll deinen Kopf neigen und sagen: Na gut.

Inzwischen sind vier Monate vergangene seit dem Termin mit unserer Therapeutin. Meine Sonja macht einen krassen Job. Der nächste große Auftrag aus Frankreich frisst jeden Nerv. Und die 8 (!!!) neuen deutschen Kits wollen durchgeplant werden.

Leute, wenn ihr gründet: Schaut euch eure Partner an! Können die das Leben mit euch tragen? Ich hatte da definitiv ein glückliches Händchen.

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