Alternativen zu Plastik? Wir fragen nach.

Alternativen zu Plastik? Wir fragen nach.

Geposted von Aino Simon am

Damit Du Deine eigene Kosmetik zuhause anrühren kannst, benötigst Du die richtigen Rohstoffe in der passenden Menge. Die großen Gebinde, die Du in der Apotheke kaufen kannst, sind nur dann sinnvoll, wenn Du regelmäßig und viel am Rühren bist. Sonst geht es Dir wie beim Indisch Kochen: Du kaufst das Gewürz und nimmst Dir vor jetzt regelmäßig damit zu kochen. Ein Jahr später stellst Du fest, dass Du es leider nicht verbraucht hast und wirfst es weg.

So verhält es sich auch mit den Grundsubstanzen von Naturkosmetik. Natürlich kannst Du größere Mengen kaufen, aber ob das dann wirklich nachhaltig ist, hängt von Deinem Nutzungsverhalten ab. Wenn Du also ausprobieren willst, ob Dir das frische Selbstrühren Freude macht, eignet sich unser Kit, weil Du keine Reste haben wirst.

Dafür füllen wir rezeptbezogen die nötigen Pflanzenbuttern und Ölmischungen ab. Sonja und ich haben lange geforscht, wie wir unsere Rohstoffe möglichst umweltschonend verpacken können. Die Verpackung muss einiges leisten. In erster Linie muss sie dafür sorgen, dass die feinen Stoffe frisch bleiben, sicher verpackt sind und nicht auslaufen.

Glas wäre eine schöne Variante. Doch Vorsicht: Einmal-Glasverpackungen haben einen deutlich größeren ökologischen Rucksack als zum Beispiel unsere 100% recyclebaren Lebensmittelverpackungen aus PP.

Wir wollen es genauer wissen und bitten einen Experten zum Gespräch. Philip Wohlfarth kommt vorbei und wir sprechen über Alternativen zum Plastik.

Bio-Kunststoffe sind mehr und mehr gefragt, erzählt er. Diese Stoffe sind meistens ein Gemisch aus Plastik und z.B. Mais oder Bambus. Das reduziert ein Einsatz von fossilen Rohstoffen. Das ist natürlich sehr gut! Aber was gut klingt, kommt mit einem ätzenden Hahnenfuß bei der Entsorgung: Wenn das Material kompostiert wird, dann gelangt das Plastik in Form von Mikroplastik in den Naturkreislauf.

Wir haben bei 5 großen Herstellern nachgefragt: Reines Bio-Plastik aus 100% nachwachsenden Rohstoffen steckt noch in den Kinderschuhen. Das, was es bislang gibt, hält nicht so lange, wie wir es benötigen und es lassen sich auch keine warmen Pflanzenbuttern einfüllen. Es ist noch viel Entwicklungsarbeit nötig.

Wir bestellen trotzdem hiermit schon mal bei Dir, Philip!

Bis dahin bleiben wir bei dem aktuell bestmöglichen: Wir verwenden reines PP und bitten euch darum, die kleinen Döschen im Haushalt zu verwenden und irgendwann im Gelben Sack zu entsorgen. Dann wird es vollständig recycelt und landet nicht im Meer.

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