Kapitel 12: Existenzgründer-Seminar


Gründen bedeutet lernen. Raus aus der Komfort-Zone und Fähigkeiten erweitern! Weil wir das wissen, melden wir uns zu einem dreitägigen Existenzgründer-Seminar an. Es wird öffentlich gefördert und kostet bei der Existenzgründerhilfe (www.existenzgruenderhilfe.de) nur 40,- Euro. Eine wirklich überschaubare Investition.

Ein knuffiger älterer Herr, selbst viele Jahre unternehmerisch tätig, führt durch das Programm. Es ist gut strukturiert und neben zwei, drei wirklich neuen Dingen, lerne ich vor allem eines: dass wir das Feld schon verdammt gut abgesteckt hatten. Die angesprochenen Themen sind uns nicht neu. Der systematische Überblick tut trotzdem gut.

Wir sind 8 Seminar-TeilnehmerInnen. 2 Schüler, 2 ältere Herren und 4 junge Frauen. Es ist ein bisschen wie in der Schule. Sonja plappert wild und viel und stellt tausend Fragen. Sie ist im Modus und hat Spaß daran, den Dozenten herauszufordern. Armer Kerl. Er schlägt sich wacker und wir nutzen die wichtigste Möglichkeit dieses Seminars: wir netzwerken. In ausgiebigen Pausen diskutierten wir unsere Idee mit den beiden anderen Frauen. Wir befragen sie zu ihren Vorlieben bezüglich Kosmetik und erläutern unsere Idee im Detail. Es sind intensive Gespräche, fruchtbar und geprägt von der Lust, etwas zu erschaffen. Wir alle fühlen uns aktiviert.

Eine der beiden Frauen heißt Lina. Sie träumt von einem eigenen Produkt: gesunder und veganer Crumble, so wie sie ihn schon in London einmal gegessen hat. Ihre Eltern haben eine traditionelle Bäckerei in Sachsen-Anhalt und eigentlich wäre alles da, um einfach anzufangen. Wenn sie von ihrem Opa Alfred und von ihrer Idee zu „cakeforalfred“ erzählt, glitzern ihre Augen und man spürt ihr Herz schneller schlagen: https://www.instagram.com/cakeforalfred/

Noch ist das Projekt im Stadium eines Traumes, aber mit der richtigen Hilfestellung, mit den richtigen Partnern, mit der richtigen Strategie könnte Alfreds Cake den Markt erobern. Darin sind wir uns einig.


Hinterlasse einen Kommentar


Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen